Vorwort
Seit dreiundzwanzig Jahren
gebe ich Yogakurse. Viele intensive Gespräche mit Kursteilnehmern fanden
während dieser Zeit statt. Gespräche über die Sinnfragen des
Daseins. Wie kann ich mehr aus meinem Leben machen? Wie kann ich alte Strukturen,
die mich hindern, überwinden? Wie kann ich mehr Harmonie in meine Beziehungen
zu Partnern und Kollegen bringen? Wie kann ich meine Gesundheit erhalten? Was
passiert, wenn es einmal zu Ende geht? Irgendwann tauchte bei mir der Wunsch
auf, eine Art Handbuch zur Lebensgestaltung zu schreiben, wo diese und andere
Fragestellungen ihre Antwort finden sollten.
Eine starke Motivation für mich waren meine eigenen und die Erfahrungen
der Kursteilnehmer mit Yogabüchern. Wir vermissten Bücher für
den ganz normalen Menschen, der in Familie, Beziehung und Arbeitsfeld mit solchen
und ähnlichen Fragen des täglichen Lebens konfrontiert ist.
In den entsprechenden Abteilungen der Buchhandlungen entdeckten wir hauptsächlich
zwei Kategorien von Yogabüchern:
In den einen wird Yoga als eine Art Gymnastik, ähnlich dem Aerobik und anderen Fitnesstrainings dargestellt. Sie beschränken sich auf die rein körperliche Seite und vernachlässigen die geistige und psychische Dimension. Damit greifen sie zu kurz, angestrebte und ersehnte Veränderungen zu bewirken. Vielmehr transferieren sie unverfälscht Normen, wie die Sucht nach Schlankheit, Schönheit, Angepasstsein usw.. Gerade diese Normen aber bergen die Ursachen für manches Leiden.
In der anderen Kategorie finden sich sehr anspruchsvolle Bücher mit originärem philosophischem Hintergrund, teilweise sehr mystisch, die aber auf den normalen Yogaschüler eher abschreckend wirken, da er die Inhalte nicht in sein Leben übertragen kann und in der Regel auch nicht will. Die meisten möchten in ihren Lebensumständen mit Familie und Freunden bleiben.
In diesem Buch habe ich versucht,
Yoga in seiner philosophischen und lebenspraktischen Dimension in allgemein
verständlicher Sprache darzustellen und in die alltäglichen kleinen
Lebenssituationen zu übertragen. Mir war es dabei wichtig, nicht ausschließlich
vom Yogastandpunkt aus zu argumentieren, sondern auch den psychotherapeutischen
Blickwinkel zu beachten.
Der Leser mag entscheiden, ob dies gelungen ist.
Krondorf
November 2002
Englischsprachige Literatur, die Verwendung fand.
- Ananda, Spirituel Practice, It's Conditions and Preliminaries, Calcutta 1978
- Abhedananda Swami, Life beyond Death, A critical Study on Spiritualism, Calcutta
1971
- Abhedananda Swami, Reinkarnation, Calcutta 1973
- Aranya Swami Hariharananda, Yoga Philosophy of Patanjali, University of Calcutta
1981
- Aurobindo Sri, The Upanishads, Pondicherry 1972
- Aurobindo Sri, The Ideal of the Karmayogin, Pondicherry 1974
- Brunton Paul Dr., Hermit in the Himalayas, New Delhi 1978
- Dasgupta S.N., Yogaphilosophy, Delhi 1974
- Diwakar R.R., Mahayogi, Life, Sadhana and Teachings of Sri Aurobindo, Bombay
1976
- Divatia H.V., The Art of Life in the Bhagavad - Gita, Bombay 1970
- Chang Chung-yuan, Tao: A new way of thinking, New York 1977
- Drego Pearl, Pathways to Liberation, New Delhi 1974
- Gandhi M.K., An Autobiography or The Story of My Experiments with Truth, Harmondsworth
1984
- Hilton James, Lost Horizon, New York 1960
- Iyengar B.K.S., Light on Yoga, London 1974
- Krishnamurti. J., Beyond Violence, New Delhi 1979
- Lutyens Mary, Hrsg., The Penguin Krishnamurti Reader, Harmondsworth 1978
- Nath Pt Shambu., Yoga, A guide for all, Bombay 1975
- Prabhavananda Swami, Isherwood Christopher, Translators, Bhagavad - Gita,
The Song of God, Madras 1984
- Prabhavananda Swami, The Sermon on the Mount according to Vedanta, Madras
1972
- Pradhan G.K., Towards the silver Crests of the Himalayas, Bombay 1976
- Ramdas Swami, In the Vision of God, Bombay 1974
- Sachdeva.I.P., Yoga and Depth Psychology, Delhi 1978
- Sarvananda Swami, Mandukyopanisad, Madras 1972
- Sarvananda Swami, Mundakopanisad, Madras 1974
- Sarvananda Swami, Kenopanisad, Madras 1974
- Sarvananda Swami, Katopanisad, Madras 1975
- Siddhantalankar Satyavrata, Heritage of Vedic Culture, A pragmatic Presentation,
Bombay 1969
- Sinh Pancham, Translator, The Hathayogapradipika, New Dehli 1975
- Sivananda Swami, Concentration and Meditation, Garhwal 1975
- Taimni I.K., The Science of Yoga, The Yoga - Sutras of Patanjali, Wheaton
1961
- Vasu, Raj Bahadur Srisa Chandra Translator, The Gheranda Samhita, New Delhi
1980
- Vasu Raj Bahadur Srisa Chandra, Translator, The Siva Samhita, New Delhi 1979
- Vijayanada, In the Steps of the Yogis, Bombay 1978
- Vinoba, Talks on the Gita, Varanasi 1978
- Vivekananda Swami, Life after Death, Calcutta 1978
- Vivekananda Swami, Vedanta Philosophy, At the Harvard University, Calcutta
1972
- Vivekananda Swami, Christ the Messenger, Calcutta 1981
Korrigierte Druckfehler:
Seite 76 oben: ......"Über sehr, sehr lange Inkarnationsperioden
verdichteten und verdichten sich diese weiter zu den Vasanas,
zu tief verwurzelten Strebungen in uns."
....."Vrtti kommen also nicht nur von außen, sondern sind in Form von Samskaras und Vasanas im Bewußtsein gespeichert."
Seite 173 oben: ...." Es ist schwierig, sich während einer Meditation die Eigenschaften Gottes, wie Allmacht, Gnade........."
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